Brauche ich eine ERP Branchenlösung oder reicht eine Standardlösung aus?

Für Betriebe mit hoher fachlicher Spezialisierung muss die Anforderung an den Workflow im ERP System genauestens geprüft werden. Wir nehmen als einfaches Beispiel eine Druckerei, welche Angebote erstellen und Drucksachen produzieren soll. Schon die Angebotsphase beinhaltet sehr viele spezifische Daten wie.

  • die Produktion wird auf die spezielle Druckmaschine mit Sammelformen berechnet

  • die Papierpreise (Rohstoff) rechnen in die Auflage ein etc.

Hier kommen also Maschinendaten und Rohstoffpreise flexibel in das Angebot hinein und daraus wird dann der Produktionspreis und Schlussendlich der Angebotspreis berechnet. Diese Industrie braucht also eine angepasste Funktionalität oder sogar eine Branchenlösung, welche über die Platzkostenrechnung mit Sammelformen die Maschinendaten für das Angebot bereitstellen kann.

Viele andere Unternehmen aus dem Bereich Dienstleistung, Handel, oder auch Fertigung kommen mit einem allgemein gültigen Workflow durchaus zu recht. Es gibt auch immer die Möglichkeit Produktionskosten in einer Branchenlösung zu erfassen und daraus die Preisliste für seine Dienstleistungen zu erstellen. Mit dieser Preisliste, Produkte und Dienstleistungen wird im ERP System gearbeitet und wenn notwendig einfach die Preisliste aktualisiert.

Ein Nachteil von Branchenlösungen ist oft der eingeschränkte Funktionsumfang. Oft gibt es keine Funktionalität für CRM (Marketing, Verkauf) oder keine online Funktionen. Diese müssen dann wieder separat über einen anderen Anbieter bezogen werden. Daraus resultieren dann wieder mehrere Ansprechpartner und Systeme.